Sexuelle Gesundheit

Sexuelle Gesundheit

Sexuell übertragbare Infektionen (STI o.a. STD) sind durch intime Kontakte, also durch den Austausch von Körperflüssigkeiten, übertragene Infektionen. Zu den Gängigsten gehören zB: HIV, virale Hepatitis, Syphilis, Chlamydien, Gonokokken, Mpox (Orthopoxviren).

Mykoplasmen / Ureaplasmen (Sonderstellung), Papillomaviren (HPV, Feigwarzen, Condylome), Herpes (HSV) sind spezielle Erreger, welche unter bestimmten (komplexen und multifaktoriellen) Umständen auch Symptome auslösen können. Es bedarf hier guter Aufklärung, Verständnis im Umgang mit der sexuellen Kultur, dem Narrativ untereinander und der individuellen Evaluation therapeutischer Konsequenzen.

Skabies (Krätze), Schamläuse (Filzläuse), Trichophyton mentagrophytes (Pilz) – um nur die Gängigsten zu nennen – sind unter Umständen Blickdiagnosen. Oft kommt es bei fehlerhafter Adhärenz unter Therapie zu lästigen rekurrierenden Autoinfektionen.

Shigellen, Lamblien, Campylobacter sind Darmkeime, welche (zum Teil krampfartige) Diarrhoe (Durchfall) auslösen und im Rahmen von sexuellen Spielvarianten (vor allem Rimming, Chemsex) zunehmend häufiger auftreten. Sie werden nicht als klassische STI gezählt, kommen in sexuellen Settings aber gehäuft vor. Der zunehmende Einsatz Doxy-PEP erhöht hier die Resistenzentwicklung dieser Keime und erschwert Therapien.

STI

Sexuell übertragene Infektionen

Beratung und Aufklärung

Beratung zu allgemeinen und bestimmten diagnostischen Verfahren unter Berücksichtigung entsprechender diagnostischer Fenster.

Bei entsprechenden Symptomen, aber auch nach entsprechenden Risiken auch ohne Symptome sind bestimmte Untersuchungen indiziert (serologisch über Blut oder Abstriche).

Bezüglich Screenings (symptomatische Untersuchungen) orientiere ich mich an aktuellen Empfehlung aus Leitlinien, Konsensusgruppen und wissenschaftlichen Erkenntnissen (z.B. Lancet).

 

  • Befunde gemeinsam interpretieren, verstehen und lesen lernen
  • Therapeutische Konsequenzen entwickeln
  • check up planen
  • PEP/PrEP-Verständnis
  • Impfungen evaluieren

 

Erstkonsultation – 60min

Verlaufskons – 30min

Videosprechstunde für Verlaufskons und Bestandsklient*innen – 30min

Abrechnung – Tiers Garant

Sex und Substanzen

sexualisierter Substanzgebrauch und Chemsex

Beratung und Begleitung

Beratung zu

•Substanzkunde
•Harmreduktion
•Awarness
•Konsumreflektion

 

Begleitung

•KISS
•Entscheidung zum Entzug
•Selbsthilfergruppen

 

Erstkonsultation – 60min

Verlaufskons – 60min

Videosprechstunde für Verlaufskons und Bestandsklient*innen – 30 – 60min

Abrechnung – Tiers Garant

Siehe Leistungsangebot Chemsex

Marginalisierte Gruppen

sind oft mit Retraumatisierung und Diskriminierung konfrontiert

Sexarbeitende sind in meiner Praxis explizit willkommen (Krankenversicherung notwendig).

Mir ist bewusst, dass individuelle Bedürfnisse bestehen, meine Angebote versuche ich entsprechend individuell anzupassen.

Ich berate bei allgemeinen und bestimmten diagnostischen Verfahren unter Berücksichtigung entsprechender diagnostischer Fenster.

 

Erstkonsultation – 60min

Verlaufskons – 30min

Videosprechstunde für Verlaufskons und Bestandsklient*innen – 30min

Abrechnung – Tiers Garant

HIV

Leben mit, Umgang mit, schützen vor

Ich begleite Menschen die mit HIV oder Hepatitis leben.

Ist eine Infektion mit HIV oder Hepatitis bekannt? Ich begleite Menschen, die mit HIV oder Hepatitis leben.

Beratung bei allgemeinen und bestimmten diagnostischen Verfahren unter Berücksichtigung entsprechender diagnostischer Fenster.

Neben der Diagnostik rund um HIV erfolgt die routinemäßige, laborchemische Begleitung von  Patient*innen zur Bestimmung von Immunstatus, Intoxikation, Inflammation, Ansteckungsfähigkeit und anderen STIs.

Sowohl an den Deutschen und Österreichischen Leitlinien für HIV Medizin (DAIG, DAGNÄ, DSTGI, DÖAK) als auch an internationalen Standards (EACS, BASHH) orientiere ich mich und versuche allen Patient*innen die optimalen Optionen anzubieten.

Infektiologische Komplikationen stellen vor allem opportunistische Erkrankungen (Pilzpneumonie, Tuberkulose, Entzündungen im Hirn) dar. Bei einem geschwächten Immunsystem (Immunkompromittierende Erkrankung) können solche Opportunisten aktiv werden, ausbrechen, schwächen, kollaterale und bleibende Schäden verursachen.

In solchen Fällen besteht enge Zusammenarbeit mit ambulanten sowie stationären Einrichtungen und anderen Fachspezialist*innen (ambulante Tagesklinik, stationäre Infektiologie, Dermatologie, Radiologie, Orthopädie u.a.).

Durch meine Erfahrungen mit der stationären und ambulant tagesklinischen Infektiologie in Berlin können solche Komplikationen frühzeitig erkannt und versorgt werden.

Frauen, die mit HIV leben, betreue ich infektiologisch vor, während und nach der Schwangerschaft. Ich arbeite gerne in enger Verbindung mit Ihrer/m FÄ/A zusammen. Bitte sprechen Sie mich an, wenn Sie mit HIV leben, schwanger sind oder werden wollen. Ich berate und begleite Sie gerne dabei.

Ich lade unsere Patient*innen zu Routineuntersuchungen, Gesundheitsvorsorgeterminen, Impfberatung ein.

Auch Menschen mit akuter und chronischer virale Hepatitiden versorge ich in meiner Praxis.

Routinemäßig und gemäss entsprechender Guidelines erfolgen sonografische (Ultraschall vom Abdomen) Verlaufskontrollen.

Nicht-infektiologische Hepatitien sind Lebererkrankungen, welche durch Fehlernährung, Substanzkonsum, Medikamente, Stoffwechselerkrankungen, mechanisch oder autoimmun verursacht werden. Bei allen Untersuchungen sind diese Möglichkeiten einer Lebererkrankung im Blick.

Impfstatus überprüfen? Gern! (STIKO Empfehlungen).

 

Erstkonsultation – 60min

Verlaufskons – 30-60min

Videosprechstunde für Verlaufskons und Bestandsklient*innen – 30min

Abrechnung – Tiers Garant

PEP und PrEP

Prophylaxen

Unter Einnahme bestimmter Medikamente kann, nach Einhaltung entsprechender Maßnahmen/Regeln, eine HIV-Infektion verhindert werden: vorsorglich als Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) und nach erfolgtem Risiko: Post-Expositions-Prophylaxe (PEP). Oft werde ich auch nach antibiotischer Prophylaxe (Doxy-PEP) gefragt.

Präexpositionsprophylaxe PrEP

Die PrEP ist ein Spiegelmedikament: eine HIV-Prävention ist nur unter Einnahme einer ausreichend hohen Dosierung und nach entsprechendem zeitlichen Aufbau eines Spiegels gegeben.

Erstberatung und medizinische Begleitung von Prä- und Post-Expositions-Prophylaxe bzgl. HIV können bei mir stattfinden. Menschen, die bereits eine PrEP oder PEP einnehmen, werden eingeladen, sich entsprechende Verlaufstermine zu vereinbaren. Mit SWISS-Prepared arbeite ich nicht zusammen.

 

Postexpositionsprophylaxe PEP

Eine PEP gegen HIV sollte unbedingt so schnell wie möglich, am besten innerhalb der ersten zwölf Stunden erfolgen;

Nach 48 Stunden nach erfolgter Exposition hat eine PEP kaum ausreichende Erfolgsaussichten mehr.

Menschen mit Interesse an einer Post-Expositions-Prophylaxe PEP bzgl. HIV werden eingeladen, sich bei Erstkontakt auch spontan ohne Termin mit Wartezeit zu entsprechenden Öffnungszeiten vorzustellen.

 

Doxy-PEP

Oft werde ich nach prophylaktischer Einnahme von Antibiotika gefragt – nach aktuellen Studienergebnissen sind diese (oft von der Community selbst durchgeführten) Praktiken nicht in den gängigen europäischen Leitlinien empfohlen und mit under risikobehaftet (Resistenzentwicklung, MRSA, Mikrobiom etc.). Zu den Zusammenhängen zwischen Public Health, Moral, Somatischen und Ökonomischen (Aus-)Wirkungen berate ich diesbezüglich gern.

 

Erstkonsultation – 60min

Verlaufskons – 30min

Videosprechstunde für Verlaufskons und Bestandsklient*innen – 30min

Abrechnung – Tiers Garant

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